Markenportrait: Ray Ban

Begonnen hat alles mit einer Anfrage der amerikanischen Armee an den ehemaligen Brillenglashersteller Bausch&Lomb in den USA. Es sollten Brillengläser entwickelt werden, welche speziell für die Bedürfnisse der Kampfpiloten gedacht sein sollten.
Da bastelten die  Tüftler von Bausch&Lomb nicht nur die Gläser, sondern auch gleich noch die passenden Gestelle, die heute als Pilotenbrillen oder auch abfällig oder bewundernd als Pornobrillen bekannt sind. Die tiefgezogene Tropfenform schützt den Piloten auch vor Licht von den Seiten und von unten.
Es wurden vor allem grüne getemperte Glasgläser mit UV-Schutz verbaut. Für die damalige Zeit ein High-End Glas. Die grüne Glasfarbe, unter Optikern als G15 bekannt, wurde wegen ihrer Beliebtheit neben grau und braun zur dritten Standardfarbe für Brillengläser.

Besonders bekannt wurde das Modell Aviator bei der breiten Masse durch ein Foto des US-Generals Douglas McArthur bei der Landung auf den Philippinen.

Douglas MacArthur mit Ray Ban Aviator und Pfeife
Douglas MacArthur mit Ray Ban Aviator und Pfeife
New Wayfarer
New Wayfarer

Später wurde dann das zweite Erfolgsmodell die Wayfarer entwickelt. Charakteristisch durch die extreme Inklination(Schrägstellung der Gläser) und die breiten Bügel. Diese Brille erschien über Jahrzehnte immer wieder auf den Gesichtern der männlichen und weiblichen Hollywoodgrößen und brannte sich damit ins kollektive Gedächtnis der Welt. Die Wayfarer passt bei weitem nicht in jedes Gesicht, aber wenn, dann sieht sie immer noch extrem cool aus.
In den 80ern und 90ern würde es sehr still um Ray Ban. Wahrscheinlich erst weil sooo viele Leute Ray Ban trugen und billige Kopien den Markt überschwemmten. Bausch&Lomb verkaufte die Marke an den italienischen Hersteller Luxottica. Seitdem steht in den Gläser nicht mehr die Gravur “BL” sondern “RB”.
Die Wayfarer wurde, auch in vielen neuen Farben auf den Markt gebracht und in einer limitierten Sammleredition- den “Rare Prints”. Außerdem wurde die original Wayfarer neu nochmal gewandelt, modernisiert und gefälliger für das Durchschnittsgesicht als “New Wayfarer” auf den Markt gebracht.

Ray Ban wayfahrer rare print 1046
Ray Ban wayfahrer rare print 1046

Oft wird in Fachkreisen diskutiert, ob die Qualität durch den Verkauf an Luxottica gelitten hat. Wir können diese Frage mit einem klaren Jein beantworten.
Die Originalmodelle sind immer noch original. Die Korrektionsmodelle sind grundsätzlich gut. Und es gibt viele gute neue Modelle, z.B.: die Tech-Line mit Carbonbügeln. Einige Sonnenbrillenmodelle werden aber auch aus Spritzgussmaterial hergestellt, statt aus dem höherwertigen Celluloseacetat. Einige haben Kunststoffscharniere, statt Metallscharniere bekommen. Es sind also ein paar Modelle dabei, mit denen wir uns nicht ganz anfreunden können, obwohl die breite Masse richtig gut ist. Innovativ sind die Italiener auf jeden Fall.

Ray Ban Modell: Aviator : Quelle Wikipedia
Ray Ban Modell: Aviator : Quelle Wikipedia

Aber deshalb gibt’s ja uns und unsere Beratung
:-)

So bekommen unsere Kunden zum Beispiel, wenn sie eine Wayfarer als Sonnenbrille mit Sehstärke wollen, wenn möglich ein Korrektionsmodell aus Celluloseacetat, anstatt das Sonnenbrillenmodell aus Spritzgussmaterial.
Gut finden wir, dass es für einen moderaten Aufpreis, die meisten Sonnenbrillen auch mit Polarisationsgläsern gibt – erkennbar am “P” nach dem Markennamen auf dem Gläsern.

Es gibt kaum eine Brillenmarke, die so eine lange Historie hat und sie wird von den Produktentwicklern und den Marketingstrategen gehegt und gepflegt. Deshalb denken wir, dass wir die nächsten 60 Jahre noch genüßlichst Ray Ban tragen können.

Literatur:

* http://www.ray-ban.com/germany
http://de.wikipedia.org/wiki/Ray-Ban

3 Responses to “Markenportrait: Ray Ban”

  1. Kosta says:

    Hallo in Internet Explorer 7 sieht dein Template irgendwie seltsam aus.

  2. emule says:

    interessante Geschichte über Ray Bay. Danke

  3. hemp says:

    Als erstes US-Modell bannt die Aviator UV-Strahlen daher auch der Firmenname Ray Ban.Das Unternehmen arbeitet eng mit der US-Air Force zusammen und entwickelt fur die Piloten eine Brille mit der sie im Cockpit problemlos die Bedienungsgerate erkennen konnen ohne dabei von der Sonne geblendet zu werden. Dank Audrey Hepburn wurde auch sie zum Kultobjekt und erlebte in den letzten Jahren ein Revival.Die Sonnenbrillenglaser sind nicht nur modisch sondern weisen auch hervorragende optische Eigenschaften auf. Neben Sonnenbrillen fur Damen und Herren bietet Ray Ban heutzutage auch Sehbrillen fur Damen Herren und Kindern.Fur besonders farbenfrohe Fans entwickelte Ray Ban die Rare Prints-Kollektion.

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