Noch besseres Sehen in der Nähe!

Vor zwei Wochen wurden uns in einem Leipziger Kino die  neuen Gläser von Rodenstock vorgestellt.
Ein begleitender Vortrag von Prof. Degle,  welcher an der  FH Jena lehrt und forscht, komplettierte diese Produktneueinführung. Es handelt sich bei diesen Gläsern aber nicht um eine komplett neue Art von Brillenglas, sondern um eine neuartige Technologie mit welcher es möglich wird in einem Brillenglas die Ferne und die Nähe vollkommen unterschiedlich auszukorregieren.

Dies ist dann sinnvoll, wenn ein sogenannter Nahastigmatismus auftritt.

Da es jetzt nicht verwunderlich wäre, wenn der geneigte Leser gähnt und sein Interesse verliert weil die Begriffe nicht klar sind, kann hier nochmal nachlesen. Astigmatismus ist meist an jedem Auge zu messen und rührt von ungleich stark gekrümmten optischen Flächen (z. Bsp. durch eine verkrümmte Hornhaut). Wenn nun ein Kundenauge vollkorregiert ist kann es sein das beim Blick in die Nähe (durch Akkommodation) neue, andere Astigmatismen durch die Augenlinse entstehen. Dadurch ändert sich das scharfe Bild für die Ferne in ein unscharfes Bild für die Nähe. Ferne und Nähe müssten also in ein und demselben Glas  getrennt voneinander korregiert werden. Und genau das ist Rodenstock gelungen.

Sicht auf eine Strahlenfigur mit Astigmathismus

Sicht auf eine Strahlenfigur mit Astigmathismus, die Verzerrung rechnet unser Sehzentrum im Gegensatz zur Kamera heraus. Die Unschärfe und der Kontrastunterschied bleibt.

Strahlenfigur normal

Strahlenfigur ohne Astigmatismus

 

In der augenoptischen Fachliteratur ist der Nahastigmatismus schon sehr lange bekannt, in der Praxis führt er ein Schattendasein, da er bislang bei Gleitsichtgläsern nicht korrigiert werden konnte. Meist wurde gar nicht erst versucht auf Nahastigmatismus zu prüfen.

Ab 1. Juli ist es aber soweit, und wir können es. Das bedeutet für die Betroffenen nicht nur ein schärferes Bild beim Lesen oder am PC bekommen, sondern auch einen wesentlich größeren Sehbereich im Gleitsichglas oder Nahkomfortglas.

Wem nützt die neue Technologie?

Wer eine der folgenden Aussagen für sich verbuchen kann, beim dem lohnt sich auf jeden Fall eine Untersuchung.

  • Wenn ich schräg durch mein Gleitsichtglas gugge oder sogar ein Auge zumache, kann ich besser lesen
  • Mit meiner Gleitsichtsonnenbrille kann ich besser lesen als mit meiner Alltagsgleitsichtbrille

oder

  • Wer eine hohe Hornhautverkrümmmung hat.
  • Wer eine nicht optimal eingesetzte künstliche Augenlinse (IOL) hat.
  • Wer eine sehr unregelmäßige Hornhaut hat.
  • Wer eine nicht ganz mittige Pupille hat.
  • Wer eine etwas unregelmäßig geformte Pupille hat.
  • Wer in der Nähe irgenwie schon immer irgendwelche ungeklärten Probleme hatte.

mehr Informationen gibt’s bei bei unserem Lieferanten Rodenstock

 

 

One Response to “Noch besseres Sehen in der Nähe!”

  1. [...] unser Prüfraum vollgestopft, da Frau Rimpler von Rodenstock mit uns die Prüfverfahren für die neuen Gleitsichtgläser durchgegangen ist . Wir haben Sie zwar schon als erste Optiker in Sachsen damit Kunden glücklich [...]

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