Kunststoffbrille im Eigenenbau aka “Rise of the Pornmaster 3000″
Plattenbau
Heute erzähle ich Euch vom Bau meiner ersten Brille. Als einziger Nicht-Augenoptiker im Laden sah ich es als Herausforderung an, mir meine nächste Brille unter Jan’s Anleitung selber zu bauen. Los ging es mit der Auswahl der farbigen Celluloseacetatplatte (kurz: Acetatplatte). Ich durfte mir aus Jan’s Bestand eine Platte auswählen, d.h. ich durfte aus seinem Bestand genau die EINE Farbe wählen, da Jan mir für mein Brillenbaudebut nur die seiner Meinung nach hässlichste Farbe hergeben wollte. Die anderen sollen erstmal unseren Kunden oder seinem Gesicht vorbehalten bleiben.
Nun gut, da es ein nun ein havannafarbenes Material werden sollte , hilft nur der Schritt nach vorn und ich designte mir eine oversized Nerdbrille, ins Gesicht und nannte das Projekt “Pornmaster3000″. Nachdem die Form am PC auf ein Foto meines Gesichtes zeichnette, habe ich biometrischen Daten mit unserem Messgerät abgeglichen. Dann habe ich diese einfach ausgedruckt und mit Aceton auf das Plattenmaterial gekittet. Jetzt konnten Laubsäge, Feilen, Fräser und Schmirgelpapier und Poliermaschiene zum Einsatz kommen.
Bei den Bügeln, habe ich mich am Innenleben einer ausrangierten Brille bedient, Cellulosematerial geteilt und das metallene Innenleben in das neue Acetatmaterial eingekittet. So werden die Bügel stabiler und am Bügelende anatomisch anpassbar. Das Pilzscharnier, das Gegenstücke des Bügelscharniers, habe ich dann erhitzt und in das Mittelteil eingeschmolzen. Nach diesem Arbeitsschritt kann man die Teile mittles Schraube wieder verbinden und den Bügelanschlag sowie die Übergänge anpassen.
Jan war aber im leider Recht mir nicht gleich sein schönstes Material zu geben, da der Pornmaster doch noch nicht ganz mit der Arbeit eines Augenoptikers mithalten kann. Die Brille hat mich ca. 50 Stunden arbeit gekostet. Mit etwas Übung läßt sich die Stundenzahl definitiv drücken und das Ergebnis verbessern. Die Nächste kommt auf jeden Fall
Kunststoffbrillentuning statt Nasenoperation – Plan B bis D
Dass nicht jede Kunststoffbrille auf Anhieb eine Liebesbeziehung zu deiner Nase aufbaut haben wir ja schon besprochen, wenn es aber unbedingt diese Eine und keine Andere sein soll, dann kann immer noch Plan B bis D greifen. Und diese stellen wir jetzt mal vor:
Plan B V1.0 : zu flache Nasenwurzel? – Die asiatische Version Wem die Lieblingsbrille etwas unbequem auf der Nase sitzt oder wer sich vor dem Brillenkauf scheut, weil er oder sie genau das befürchtet. Der hat immer noch ein paar Optionen an das begehrte Stück Nasenfahrrad heranzukommen, ohne sich Druckstellen an der Nase zu holen.
Da der typische im (für uns) fernen Osten lebende Mensch eine flache Nase hat, werden dort vor allem Kunststoffbrillen mit Nasenpads verkauft. Diese Pads kennen wir bei uns von den Metallbrillen.
Da Brillen verticken ein internationales Geschäft ist, bieten einige wenige Hersteller ein Modell in zwei Varianten an. Ein Modell für die asiatische und ein Modell für die europäische Nase. Oft können wir einfach die asiatische Variante besorgen, wenn die europäische Nase etwas kleiner geraten ist.
Brille von Prodesign Denmark mit Nasenpads
Plan B V1.1 : zu flache Nasenwurzel? – Die umgebaute Version
Wenn Plan A aus Mangel an einem verfügbaren Modell scheitert, gibt es noch die Möglichkeit die Brille zu tunen und einfach selbst auf Padbetrieb umzubauen. Dazu entfernen wir die bisherige Nasenauflage und bauen Padhalterungen und individuell einstellbare Nasenpads an.
Plan C : die griechische/römische Nase
David von Michelangelo Fotograf: Rico Heil (via Wikipedia)
Wenn Dein Nasenrücken, wie bei Michelangelos David auch, recht hoch angeordnet ist, könnte das zu Problemen führen. Meist sitzen Kunststoffbrillen recht hoch. Die Paßform kann in dem Fall zwar noch stimmen, nur erfreuen sich deine Augenbrauen einer guten Korrektion da diese unter dem oberen Fasusngsrand hervorschauen. Dies sieht also weniger gut aus! Sollte dies der Fall sein, muss gezielt nach einer Brille gesucht werden, welche eine hoch eingebaute Brücke (der Teil der Brille welcher die Glasränder über der Nase verbindet) besitzt.
Plan D : Nase zu groß? – Die angepasste Version
Hier kommen wir an die Grenzen der Materialbelastbarkeit. Ein paar Millimeter sind meistens irgendwie drin, besonders wenn die Fassung “gekröpft” ist, dass heißt am Nasensteg eine Wölbung nach vorn hat. Hier entscheidet der Einzelfall und die Tollkühnheit des ausführenden Optikers wie stark die Brille entkröpft werden kann um diese an der Nase zu weiten.
richtige Brillenauswahl oder auch Plan A zur passenden Kunststoffbrille
Kunststoffbrillen sind immer noch im Trend und werden es auch noch eine ganze Weile bleiben. Doch manchmal passt die Brille der Wahl einfach nicht auf die eigene Nase. Kunststoffbrillen werden meist für wenige Standardnasenformen hergestellt, jedoch haben wir alle zum Glück keine Standardnasen. Das wäre ja auch extrem langweilig.
Deswegen Augen auf bei der Brillenauswahl (gerne auch mit Kontaktlinsen)! Beim Aufsetzten lässt sich schon abschätzen, ob die Brille auch nach mehren Stunden noch bequem ist.
Eine Brille sitzt umso bequemer je größer die Auflagefläche auf der Nase ist denn damit verteilt sich der Druck auf eine größere Fläche und wird in jedem Punkt kleiner. ( Druck=Kraft/Fläche)
Der Merksatz zum betrachten der Bilder lautet, wo Schatten ist, ist auch noch Luft! Und wo Luft ist, liegt die Brille nicht auf.
schlecht: keine Auflage auf dem Nasenrücken
gut, aber auf der linken Seite (Modellinks) ist noch Platz und oben liegt sie auch noch nicht komplett auf
schon fast göttlich, besser ist nur eine Maßanfertigung.
Heute wollen wir uns der letzten großen Gruppen von Brillengläser zuwenden die es uns erlauben einen Text zu lesen ohne die Arme auszukugeln. Es handelt sich um die Gruppe der Gleitsichtgläser. Ein anderer Name ist “Progressivgläser” aber auch “Gleitschichtgläser” und “Gleitschutzgläser” kam uns schon zu Ohren. Diese Gläser zeichnen sich durch einen stufelosen und trennkanntenloser Übergang von der Ferne zur Nähe (Lesen) aus. Der Benutzer hat die Möglichkeit ohne Wechsen der Brillen in allen Entfernungen scharf zu sehen denn für jede Entfernung ist die passende Glasstärke im Brillenglas vorhanden. Dazu nötig sind ein wenig Anpassungszeit beim ersten Trageversuch und immer etwas Kopfarbeit. Dabei gilt, je höher die Nahverstärkung desto kleiner wird der erkennbare Lesebereich in der Nähe. Bessere Gleitsichtgläser verschaffen aber auch bei diesem Problemchen Abhilfe. In der folgenden kleinen Galerie kann man günstige einfache mit besseren Gleitsichtgläsern bei jeweils gleichgroßer Nahverstärkung miteinander vergleichen.
Aufgrund des Aufbaus eines Gleitsichtglases muß man beim Benutzen eines PC’s den Kopf anheben um zu einem scharfen Bild zu gelangen. Langfristig wird das zu Verspannungen im Hals und Problemen mit der Wirbelsäule führen. Hier empfiehlt sich die zusätzlich Benutzung einer Computerarbeitsplatz bzw. Nahkomfortbrille. Die ist auch im dritten Artikel dieser Reihe beschrieben und bildlich verdeutlicht.
Den direkten Vergleich von Nahkomfort-, Gleitsicht- und Lesebrille haben wir in der folgenden Galerie für Sie dargestellt. Verglichen werden jeweils identische Nahverstärkungen. Leider sind die Bilder etwas klein aber wir denken das es ausreichend erkennbar ist.
Als Fazit für uns ergibt sich keine grundlegende Empfehlung für nur ein Produkt. Jedes der beschriebenen Möglichkeiten der Nahverstärkung weist seine eigenen spezifischen Vor- und Nahteile auf. Eine eingehende individuelle Beratung ist erforderlich um die Bedürfnisse des Lebens gut abdecken zu können. Mit einer Brille allein ist allerdings keiner Gut beraten. Aber Sie gehen ja auch nicht mit Ihren Stöckelschuhen joggen, auf Arbeit und graben den Garten.
Alle Jahre wieder kommen Brillenträger benebelt in Geschäften, Wohnungen und Arbeitsstätten. Dabei haben sie weder getrunken, noch andere bewußtseinverändernde Maßnahmen ergriffen. Brillengläser beschlagen, wenn sie vom kalten Draußen mit geringer Luftfeuchtigkeit ins wohlig warme Drinnen mit hoher Luftfeuchtigkeit gebracht werden. Die in der Luft enthaltende Feuchtigkeit kühlt am Brillenglas ab und kondensiert. Was für uns Samstags-Brötchenholer-Normalos nur eine kleine Ärgerlichkeit ist, ist für Skifahrer mit Skimaske, Paintballspieler, Motorradfahrer und z.B. Lackierer richtig nervig. Für Feuerwehrleute, die mit ihrer Atemschutz- und Sichtschutzmaske in den Einsatz müssen ist es überlebenswichtig.
Es ein paar mehr oder weniger sinnvolle Möglichkeiten diesem Problem zu begegnen:
1. Auf die Brillegläser spucken:
Klingt doof, funktioniert aber wirklich. Taucher nutzen den Trick für ihre Tauchmasken. Das Tolle ist, dass der Speichel jederzeit günstig zur Verfügung steht. Leider gibt’s auch Nachteile: das bespeicheln der eigenen Brille in der Öffentlichkeit ist gesellschaftlich nicht besonders anerkannt und man wird schnell als etwas sonderbar abgestempelt. Die “Zusatzbeschichtung” wird die optische Abbildungsqualität eher negativ beieinflussen.
2.Kontaktlinsen verwenden:
Diese Lösung funktioniert 100%ig, da Kontaktlinsen ständig Körperkontakt haben und somit eine annähernd gleiche Temperatur. Die hohe Luftfeuchtigkeit kann somit nicht an der Kontaktlinse kondensieren. Die freundliche Bäckereiwarenfachverkäuferin wird sich über eine zügige Bestellung freuen.
3. Abwischen:
Der Erfolg dieser Taktik hängt ganz von der Ausführung ab. Ein griffbereites sauberes Mikrofasertuch hilft um sofort klare Verhältisse zu schaffen. Solche Tücher sind, wen wundert es, sind natürlich in unserem gut sortierten Augenoptikfachgeschäft erhältlich. Die Benutzung von Ärmeln, Jacken oder Fingern führt oft Schlieren und kann sogar Kratzer auf dem Brillenglas verursachen. Es geht doch nichts über Pullover in der beliebten Sandpapierqualität S1000.
4. Die Brillenheizung:
Ach wäre es nicht schön, wenn man die Brille einfach heizen könnte wie eine Autoscheibe. Die Idee ist alt, alleine an der Umsetzung scheitert es noch: Drähte im Sichtfeld, Batterien welche das Brillengewicht erhöhen und andere Probleme behindern die Umsetzung. Aber es gibt Leute die zu allem entschlossen daran arbeiten. Wir sind gespannt.
5. Anti-Beschlag-Spray:
Seit Jahren schon versuchen die Menschen Sprays und Tinkturen herzustellen um diesem Problem Herr zu werden. Genauso lange suchen wir schon einem Mittel was wirklich funktioniert. Auf der Interschutz Messe in Leipzig haben tatsächlich ein gutes Anti-Beschlag-Spray gefunden und gleich in unser Sortiment aufgenommen. Es wurde für die oben genannten Feuerwehrleute entwickelt und hält nach einer Anwendung bis zu drei Tage. Um sich davon selber überzeugen zu können könnt Ihr gerne testweise Eure Brille kostenlos “behandeln” lassen.
Sehen im Zwischenbereich eines Gleitsichtglases um den Monitor scharf sehen zu können.
So, wir wissen nun dass man mit der Lesebrille zwar schön scharf sehen kann aber die Sehbereiche mit steigender Stärke kleiner werden. Was wir noch wissen ist dass uns die Bifokalbrille im Zwischenbereich (Computermonitor) sehr wenig hilft. Wollen wir uns jetzt den Nahkomfortgläsern zuwenden. Diese Brillengläser zählen streng genommen zur Gruppe der Einstärkengläser d.h. zur selben Gruppe die die Brillengläser aus Teil I allerdings mit einem entscheidenden Vorteil. Diese Brillengläser werden ausgehend von der benötigten Glasstärke zu Lesen, nach oben hin schwächer. Damit kann man besonders gut im Zwischenbereich und Nähe sehen ohne stärkere Blickfeldeinschränkungen wie beim Gleitsichtglas zu haben. Benutzer eines Computers dürfen sich auf ein größeres Gesichtsfeld am PC und eine besser Kopf und Körperhaltung freuen. Viele kennen die leicht arrogante Kopfhaltung der Kollegen die das 50.Lebensjahr überschritten haben. Diese Kollegen haben sich auch schon eine ganz typische Art entwickelt sich mit einer streichenden Handbewegung die Nackenmuskulatur zu massieren. Der Nutzer eines Nahkomfortglases wird sich diese Unart wieder abgewöhnen.
Besonders gut ist das Nahkomfortglas für ausdauerndes Arbeiten am PC und Bastelarbeiten gedacht und stellt eine sinnvolle Ergänzung zu jeder Gleitsichtbrille dar.
Für einen direkten Vergleich haben wir hier mal die Größe der Sehbereiche gegen die Sehbreiche mit einer Lesebrille gegenübergestellt. Links jeweils die Nahkomfortgläser, rechts die passenden Lesebrillengläser.
Einen direkten Vergleich von Nahkomfortgläsern mit Gleitsichtgläsern erhaltet Ihr hier. Links jeweils die Nahkomfortgläser, rechts die passenden Gleitsichtgläser.
Die Lesebrille mit Ihren vor und Nachteilen haben wir schon beschrieben. Wollen wir uns mal der Bifokalbrille zuwenden. Das Problem ist immer noch das gleiche. In der Ferne sehe ich was (egal ob keine Brille benötigt wird oder eine Brille genutzt und getragen wird) und in der Nähe sieht man nichts. Eine Lesebrille macht nur einen scharfen Nahbereich und die Ferne ist durch die Lesebrille unscharf. Zwei Brillen kann ich nicht aufsetzen ohne leicht dämlich auszusehen.
Diesem Problem nahm sich einer an, einer der fast alles konnte. Nein nicht Supergrobi aus der Sesamstrasse sondern Benjamin Franklin. Der Gute schliff zwei Gläser für die Ferne und zwei Gläser zum Lesen halbkreisförmig, verklebte jeweils ein Fern- und Leseglas zu einer runden Form und baute diese runden Gläser in ein Brillengestell ein. Oben die Fernteile und unten die Lesegläser. Damit war es möglich ohne die Brillen wechseln zu müssen in die Ferne zu schauen und bei Senkung des Blickes auch in der Nähe scharf zu sehen.
Benjamin Franklin
Das funktioniert auch soweit ganz gut bis man einen PC benutzen will. Weder durch das Fernteil noch durch das Nahteil des Brillenglases läßt sich eine Zwischenentfernung gut erkennen. Wenn doch geht dies meist mit einer arroganten Kopfhaltung einher wenn man den Monitor nur durch das Nahteil scharf sieht. Als Lösung für den Alltag also nur bedigt geeignet wenn man davon ausgeht das an ganz vielen Arbeitsplätzen eine Computernutzung Pflicht ist. Einen anderen Vorteil haben diese Brillengläser aber. Für Menschen mit besonderen Ansprüchen lassen sich die Bereiche zum Lesen andersweitig anordnen. Der Automechaniker bekommt für die Arbeit unter der Hebebühne die Nahteile oben angeornet um über Kopf arbeiten zu können, der Kranführer welcher nach unten eine freie Sicht benötigt und seine Anzeigen weiter ablesen muss.
Das Bifokalglas ist gut für Menschen geeignet die in in nur zwei Sehbereichen sehen müssen. Für Arbeiten am Computer sind diese Gläser weniger geeignet.
In der kleinen Galerie seht Ihr Fotos die wir durch ein Bifokalglas gemacht haben. Schaut selber! Wer feststellt das es Bilddopplungen gibt sieht richtig. Diese entstehen am Nahteil und fallen bei Foto besonders auf.
Die Nahverstärkung Teil I: Das Einstärkenglas für die Lesebrille
Wer das 45. Lebensjahr geschafft hat kennt das Problem. Man schafft es nicht in allen Entfernungen scharf zu sehen bzw. es trotz der vorhandenen letzten Brille nicht mehr scharf sehen zu können. Die Meisten lernen in diesem Lebensabschnitt das ein Text mit gestreckten Armen leichter zu lesen ist. Ein paar Jahre später lernen dieselben Menschen das die Armlänge einfach nicht ausreicht und wünschten sich ein Gibbon zu sein.
ein langarmiges Weißhandgibbon
Bei Vielen stoppt dann der Augenarzt oder Augenoptiker den Lernprozess. Eine anfangs einfache Lesebrille läßt den Menschen wieder an einem normalen Leben teilhaben (Orthopäden freuen sich an dieser Stelle über abnehmende Schulter- und Ellenbogenprobleme). Bei Denjenigen, die fachkundigen Personal nicht die Möglichkeit zur Beratung begeben haben wirds in den folgenden Jahren richtig bunt. Während die Einen die Vergrößerungsfunktion am Kopierer strapazieren und damit Unmengen an Papiermüll produzieren, entdecken Andere das sie am Computermonitor mit 19”-Diagonale bei Auflösung 800×600 wieder halbwegs flüssig lesen können. Besonders schön sind die Versuche lieber eine Lupe für Sehbehinderte als eine Lesebrille zu nutzen. Kurzsichtige können sich ja auch einen Langstock besorgen oder ganz dekadent – ein Blindenpony.
Haben Sie sich bei Lesen womöglich wiedererkannt? Wollen sie mehr wissen?. Dann lesen Sie doch hier weiter?
Anundfürsich ist die Sache recht einfach. Der Mensch hat bei der geburtsmäßigen Erstausstattung eine klare körpereigene Linse im Auge die es ermöglicht auf verschiedene Distanzen einzustellen ( –> Akkommodation). Je näher ein Objekt am Auge liegt desto stärker muß sich diese Linse kugeln. Die Linse nimmt somit an Brechkraft zu und kann nahe liegende Objekte scharf auf der Netzhaut abbilden. Die Augenlinse macht aber genau das gleiche wie alternde Knochen und Gelenke. Sie wird/werden steifer. Wie die Gelenke können sich nicht mehr so stark beugen können, kann sich die Augenlinse sich nicht mehr so gut auf die Nähe einstellen. Das was fehlt, also die Augenlinse nicht mehr selber schafft wird vom Augenoptiker ermittelt und durch eine geeignete Lesebrille ausgeglichen. Je nach Stärke des gewählten Brillengläses kann man Nahe liegende Objekte scharf erkennen. Einen Nachteil gibt es bei der Geschichte. Die Nähe erkennt man mit der Brille wieder recht gut, nur die Ferne wird durch die Brille betrachtet nicht besser. Deswegen kann Mann oder auch Frau nicht im Café sitzen und dem anderen Geschlecht nachschauen und gleichzeitig die Tageszeitung studieren. Je älter ein Mensch wird desto stärker wird auch die Nahverstärkung sein und desto kleiner der scharf zu erkennende Sehbereich.
Es ist trotzdem gut für Arbeiten geeignet bei denen man nicht in verschiedenen Entfernung sehen können muß.
Um dies zu verdeutlichen haben wir hier eine Simulation einer identischen Szene mit unterschiedlich starken Sehstärken zum Lesen.
Eine der Besonderheiten der schönen ic!‘berliner ist ja, dass im Falle eines Unfalles, der Bügel sich vom Mittelteil verabschieden kann, ohne das die dabei Brille kaputtgeht. Den Bügel bekommt man wieder alleine an die Brille, nur kann man das nicht gleich so elegant bewerkstelligen wie Ralph es vormacht.
Doch wie kommt der Bügel wieder an die ic!?
Da uns diese Frage häufig gestellt wird, und da das anbauen der Bügel mit etwas Übung ganz einfach ist wollen wir es euch in diesem kleinen Tutorial erklären.
Die Einzelteile der IC! Urban
Die ic!-Berlin wird von einer Spange zusammengehalten, auf der dann der Bügel sitzt.
In unserem Tutorial gehen wir von 2 Schweregraden aus:
Als erstes müssen wir die Gläser in das Mittelteil einsetzen. Die gerillten Gläser werden in das Mittelteil eingesetzt. Je nach Fassung geht das unterschiedlich gut. Bei meiner “Urban” geht es relativ schwer, weil die Fassung breit ist, bei einer dünnen Paxton läßt sich das Metall leicht in die Rille legen.
Man fängt in der Mitte an und arbeitet sich nach außen vor.
Glas einsetzen
Jetzt die Spange auf die Enden des Mittelteils setzten. Die geschlossene Seite der Spange liegt innen. Das überstehende Teil zeigt zum Mittelteil hin. Jetzt schiebt man die Spange soweit auf das Mittelteil bis es hinten Bündig anliegt und damit die Kerben von Mittelteil und Spange übereinstimmen.
Spange, einsetzen. Das Bild zeigt die richtige Position, aber arbeitet lieber mit zwei Händen
So jetzt kann der Bügel aufgesteckt werden.
Der Bügel ist ab
Er wird erst im 90° Winkel auf das Mittelteil gesteckt. Dabei sind zwei Teile oben und ein Teil unten.Jetzt wird der Bügel umgeklappt und die obere Blattfeder unter das Mittelteil geschoben. Jetzt sind die Teile schon in der richtigen Position und wir brauchen den Bügel nur noch zuzuklappen, wie es seiner Funktion entspricht. Damit rasten die Nasen ein und der Bügel hält.
Bügel in 90° Winkel einstecken, zwei Federn oben, eine unten, am besten genau mittig, dann ist der nächste Schritt einfacher
Drehen des Bügels
Bügel mit den zwei Außenfedern unten, zurückverschieben
vorsichtig mit etwas Gegendruck zuklappen
weiter zuklappen, und die Nasen des Bügels werden einrasten
Fertsch zum aufsetzen
Um das Ganze so wie Ralph hinzukriegen muss man es ein paar mal üben. Dabei sollte man erst einmal vorsichtig vorgehen um den die Farbe bzw. die Oberfläche der Brille intakt zu lassen.
Vom 12.05. – 15.05. 2010 findet die diesjährige Messe für Orthopädie- und Rehatechnik statt. Wir sind am Besuchertag den 15.05. als Aussteller mit dabei und wollen Sie über die Möglichkeiten vergrößernder Sehhilfen, deren Eigenschaften und deren Nutzen für SIE informieren und beraten.
Mit dabei ist wieder unser Partner, die Eschenbach Optik GmbH vertreten durch Herr Pabstdorf und die ganze Produktpalette der vergrößernder Sehhilfen. Lupen, Lesegläser, Prismenhalbbrillen und andere Sehhilfen können vor Ort probiert werden. Unser sehr gut ausgebildetes Team steht Ihnen zur Beantwortung von Fragen und bei der Erprobung der Sehhilfen gerne zur Seite.
Zeichen der Orthopädie- und Rehatechnikmesse
Als Besucher können Sie die Messe mit dem Auto über die A14 Abfahrt Messegelände, der S-Bahn und mit der Strassenbahnlinie 16 ab dem Hauptbahnhof erreichen.
Wir freuen uns Sie dort begrüssen zu dürfen.
Wir stehen Ihnen natürlich auch sonst in unseren Geschäften in Leipzig und Geithain gerne zur Verfügung. Auf Wunsch kommen wir auch gern zu Ihnen zum Hausbesuch.