Kunststoffbrillentuning statt Nasenoperation – Plan B bis D

Dass nicht jede Kunststoffbrille auf Anhieb eine Liebesbeziehung zu deiner Nase aufbaut haben wir ja schon besprochen, wenn es aber unbedingt diese Eine und keine Andere sein soll, dann kann immer noch Plan B bis D greifen. Und diese stellen wir jetzt mal vor:

Plan B V1.0 : zu flache Nasenwurzel? – Die asiatische Version
Wem die Lieblingsbrille etwas unbequem auf der Nase sitzt oder wer sich vor dem Brillenkauf scheut, weil er oder sie genau das befürchtet. Der hat immer noch ein paar Optionen an das begehrte  Stück  Nasenfahrrad heranzukommen, ohne sich Druckstellen an der Nase zu holen.

Da der typische im (für uns) fernen Osten lebende Mensch eine flache Nase hat, werden dort vor allem Kunststoffbrillen mit Nasenpads verkauft. Diese Pads kennen wir bei uns  von den Metallbrillen.

Da Brillen verticken ein internationales Geschäft ist, bieten einige wenige Hersteller ein Modell in zwei Varianten an. Ein Modell für die asiatische und ein Modell für die europäische Nase. Oft können wir einfach die asiatische Variante besorgen, wenn die europäische Nase etwas kleiner geraten ist.

 

Brille von Prodesign Denmark mit Nasenpads

Brille von Prodesign Denmark mit Nasenpads

Plan B V1.1 : zu flache Nasenwurzel? – Die umgebaute Version

Wenn Plan A aus Mangel an einem verfügbaren Modell scheitert, gibt es noch die Möglichkeit die Brille zu tunen und einfach selbst auf Padbetrieb umzubauen. Dazu entfernen wir die bisherige Nasenauflage und bauen Padhalterungen und individuell einstellbare Nasenpads an.

Plan C  : die griechische/römische Nase

 

David von Michelangelo

David von Michelangelo Fotograf: Rico Heil (via Wikipedia)

Wenn Dein Nasenrücken, wie bei Michelangelos David auch, recht hoch angeordnet ist,  könnte das zu Problemen führen. Meist sitzen Kunststoffbrillen recht hoch. Die Paßform kann in dem Fall zwar noch stimmen, nur erfreuen sich deine Augenbrauen einer guten Korrektion da diese unter dem oberen Fasusngsrand hervorschauen. Dies sieht also weniger gut aus! Sollte dies der Fall sein, muss gezielt nach einer Brille gesucht werden, welche eine hoch eingebaute Brücke (der Teil der Brille welcher die Glasränder über der Nase verbindet) besitzt.

Plan D : Nase zu groß? – Die angepasste  Version

Hier kommen wir an die Grenzen der Materialbelastbarkeit. Ein paar Millimeter sind meistens irgendwie drin, besonders wenn die Fassung “gekröpft” ist, dass heißt am Nasensteg eine Wölbung nach vorn hat. Hier entscheidet der Einzelfall und die Tollkühnheit des ausführenden Optikers wie stark die Brille entkröpft werden kann um diese an der Nase zu weiten.

gekröpfte Kunstoffbrille

gekröpfte Kunstoffbrille

"entkröpfte" Kunststoffbrille

"entkröpfte" Kunststoffbrille

 

richtige Brillenauswahl oder auch Plan A zur passenden Kunststoffbrille

Kunststoffbrillen sind immer noch im Trend und werden es auch noch eine ganze Weile bleiben.  Doch manchmal passt die Brille der Wahl  einfach nicht auf die eigene Nase. Kunststoffbrillen werden meist für wenige  Standardnasenformen hergestellt, jedoch  haben wir alle zum Glück keine Standardnasen. Das wäre ja auch extrem langweilig.
Deswegen Augen auf bei der Brillenauswahl (gerne auch mit Kontaktlinsen)! Beim Aufsetzten lässt sich schon abschätzen, ob die Brille auch nach mehren Stunden noch bequem ist.
Eine Brille sitzt umso bequemer je größer die Auflagefläche auf der Nase ist denn damit verteilt sich der Druck auf eine größere Fläche und wird in jedem Punkt kleiner.  ( Druck=Kraft/Fläche)

Der Merksatz zum betrachten der Bilder lautet, wo Schatten ist, ist auch noch Luft! Und wo Luft ist, liegt die Brille nicht auf.

Bei großen Nasen, so wie meiner sind die Spielräume kleiner, der Nasenpad hier gar nicht geht, weil die Brille dann noch höher steht.

schlecht: keine Auflage auf dem Nasenrücken

Machen wir die Brille breiter, bringt uns das schon eher weiter .

gut, aber auf der linken Seite (Modellinks) ist noch Platz und oben liegt sie auch noch nicht komplett auf

hier ist die Form der Nasenrundung fast perfekt, besser geht es nur noch mit einer Maßanfertigung

schon fast göttlich, besser ist nur eine Maßanfertigung.

Was ‘se können muß!

Wenn einer eine Brille kauft dann kann er was erzählen.

So heißt es aber nicht nur wenn ein Kunde unser Geschäft betritt sondern auch wenn wir Ware für den Kunden einkaufen. Es gibt eine Reihe von Kriterien die erfüllt sein müssen damit wir diese Brille mit ins Sortiment nehmen. Grundsätzlich unterscheidet der Optiker drei Fassungsarten. Die Vollrandbrille aus Kunststoff oder Metall. Bei dieser Art sitzen die Gläser in einem mit einer Nut versehenen Fassungsrand. Die Nylorbrille (auch Tragrand oder Fadenbrille) hat nur einen Kunststoff- bzw. Metallrand. Das Glas wird gerilltund im unteren Bereich von einem Nylonfaden (Angelsehne) gehalten. Bei der randlosen Brille (Beschlagbrille, Bohrbrille) werden die Gläser gebohrt zu einen tragenden Teil der ganzen Brille.

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