Eigentlich müsste man Mitleid mit dem Glashersteller Essilor haben, erst wird dessen Werk in Thailand wegender Flut geschlossen und dann fällt die großartig angekündigte Weltneuheit aufgrund von extremer Winterwärme mau aus. Denn wer kauft schon High-Tech-Antibeschlaggläser, wenn diese maximal Aufgrund von Schweißausbrüchen anlaufen könnten.
Da grenzt der folgende Werbespot das Anwendungsgebiet in unseren derzeit “frühlingshaften” Breitengraden schon fast ein.
Ich habe mir diese Gläser bei Essilor zum Testen bestellt. Einen Kühlschranktest haben die Gläser bereits gut bestanden, ein Alltagstest war in Ermangelung von Frost bisher noch nicht möglich. Die Antibeschlagwirkung hat sich dabei als wirklich gut herausgestellt. Damit die Gläser Ihre volle Anti-Beschlag-Wirkung ausreizen könnne muß ein Aktivator auf das Brillenglas gesprüht und verputzt werden. Wie lange dieser Aktivator auf den Gläsern haftet und wie sich die Beschichtung auf die Putzeigenschaften auswirkt, ist noch offen.
Alternativ zu Optifog-Brillengläsern, gibt das bereits vorgestellte Klarpilot, ein Antibeschlagspray, welches speziell für Feuerwehr und ähnliche Einsatzkräfte enwickelt wurde und auch beim Paintball gute Dienste leistet.
Ein direkter Vergleich und Alltagstest folgt bei entsprechenden Wetterbedingungen hier in diesem Kino äh Blog.
Ein allseits bekanntes Problem. Irgendwann einmal ist wieder der Weg zu Optiker fällig, weil sich nach geraumer Zeit wieder Kratzer auf dem Brillenglas eingefunden haben. Die Entstehung d.h. ein konkretes Ereignis bei welchem der Kratzer entstand, ist leider nicht mehr auszumachen. In der Regel handelt es sich dabei um Kratzer die durch das alltägliche Reinigen entstanden. Und dies geschieht trotz der Verwendung eines sauberen Mikrofasertuches.
Warum aber zerkratzen die Gläser obwohl man sich auch beim letzten Kauf für eine Hartschicht entschieden hat?
Beim täglichen Gebrauch der Brille sammeln sich Staubpartikel auf dem Glas. Werden diese nicht vor dem Putzen mit einem Tuch mit fließendem Wasser abgespült, bleiben diese auch an der Oberfläche haften. Reinigt man seine Brille nun trocken mit einem Tuch reibt man diese harten Staubkörner auf der Glasoberfläche hin und her. Das Glas wird in seiner Oberfläche peu à peu verkratzt. Eine Hartschicht hilft an dieser Stelle nur bedingt, da deren Härte nur der von Autolack entspricht. Die meisten wissen, wie schnell das Auto einen Lackschaden bekommt.
How to clean a Mikrofasertuch oder wie kommt der Dreck da raus ;)?
Mikrofasertücher mit Reinigungshinweis
Mikrofasertücher sind im Haushalt nicht mehr wegzudenken. Man reinigt damit die Wohnung, trocknet sich damit ab und legt sich am Abend in Bettwäsche aus Mikrofaser. Mikrofaser wird aber auch in der Augenoptik als bestmögliches Pflegetuch für Brillengläser, wertvolle Kameraobjektive und andere empfindliche Kunststoffoberflächen verwandt. Meist versucht man mit den Tüchern Fingerabdrücke, Talgablagerungen von Augenbrauen und Reste von Gesichts- oder Handcremes zu entfernen. Aber wie bekommt man den meist ölig/fettigen Schutz aus dem Tuch?
Immer wieder die selbe Sch……. Brille dreckig, Tuch raus, dreimal hin und her gerubbelt und immer noch ist das Ding drecksch (für Nichtsachsen: dreckig). Etliche Kunden beschweren sich über Ihre dreckigen Brillengläser und erinnern an ihre guten alten Brillen, bei welchen dies nicht passiert ist. Schnell ist dann auch der mögliche Übeltäter identifiziert und wird versucht diesen auszumerzen. Die “böse, böse” Entspiegelung ist vermeindlich schuld daran. Die Aussage können wir nur als unrichtig gelten lassen wennauch die Entspiegelung einen Anteil daran hat. Durch die Entspiegelung sieht man die Verschmutzungen auf dem Brillenglas wesentlich deutlicher.
Von jeder beleuchteten Fläche wird immer ein Teil des Lichtes reflektiert. Dieser Reflex wirkt sich störend beim Sehen aus. Nachts wirken Lichtreflexe störend, da dem Auge das Vorhandensein von Lichtquellen vorgegaukelt wird welche in Wirklichkeit nicht da sind. Licht, welches seitlich auf die Augenpartie fällt, wird zur Brillenglasrückseite reflektiert. Die Brillenglasrückfläche wirkt zum Teil wie ein Hohlspiegel vergrößernd und bildet ein großen Bild das vor allem von stärker kurzsichtigen Menschen sehr gut wahrgenommen werden kann.
Eine Entspiegelung kann bis zu 98% des reflektierten Lichts auslöschen. Wie dies funktioniert, haben wir im Artikel reflexfrei guggn schon beschrieben.
Je nach Qualität der Entspiegelung bleibt ein unterschiedlich farbiger und unterschiedlich starker Lichtreflex zurück. Den schauen wir uns jetzt mal an.
Einfache Entspiegelung – meist hellblauer Restreflex
hier wird eine Entspieglunsgschicht aufgebracht
Einfache Entspiegelung
Mehrfache Entspiegelung
bei einer Mehrfachentspiegelung werden 4 Schichten auf das Glas aufgebracht,
Mehrfache Entspiegelung - meist gold- oder lilafarbener Restreflex
Superentspiegelung:
hier werden 8 Schichten aufgedampft um ein möglichtst großes Spektrum des Reflexes zu entfernen.
Superentspiegelung - meist grünlicher bis türkisfarbener Restreflex
Diese weiße Entspiegelung, ist etwas für Menschen, denen ein grüner oder lilaner Restreflex nicht gefällt und die trotzdem nicht auf eine Entspiegelung verzichten wollen. Diese Entspiegelung wurde gefunden, als man nach einer besonders antistatischen Beschichtung gesucht hat. Und dies ist auch der angenehme Nebeneffekt bei dieser Entspiegelung.
Heute wollen wir uns der letzten großen Gruppen von Brillengläser zuwenden die es uns erlauben einen Text zu lesen ohne die Arme auszukugeln. Es handelt sich um die Gruppe der Gleitsichtgläser. Ein anderer Name ist “Progressivgläser” aber auch “Gleitschichtgläser” und “Gleitschutzgläser” kam uns schon zu Ohren. Diese Gläser zeichnen sich durch einen stufelosen und trennkanntenloser Übergang von der Ferne zur Nähe (Lesen) aus.
Alle Jahre wieder kommen Brillenträger benebelt in Geschäften, Wohnungen und Arbeitsstätten. Dabei haben sie weder getrunken, noch andere bewußtseinverändernde Maßnahmen ergriffen. Brillengläser beschlagen, wenn sie vom kalten Draußen mit geringer Luftfeuchtigkeit ins wohlig warme Drinnen mit hoher Luftfeuchtigkeit gebracht werden. Die in der Luft enthaltende Feuchtigkeit kühlt am Brillenglas ab und kondensiert. Was für uns Samstags-Brötchenholer-Normalos nur eine kleine Ärgerlichkeit ist, ist für Skifahrer mit Skimaske, Paintballspieler, Motorradfahrer und z.B. Lackierer richtig nervig. Für Feuerwehrleute, die mit ihrer Atemschutz- und Sichtschutzmaske in den Einsatz müssen ist es überlebenswichtig.
Es ein paar mehr oder weniger sinnvolle Möglichkeiten diesem Problem zu begegnen: