Der Geisterschleifer ist eine Sagengestalt in der Augenoptikerbranche. Das erste Mal wurde er im Jahre 1467 von B. Rille in seinem augenoptischen Lebenswerk „Historia Schleifknechticus“ erwähnt.

Mythos

Die Geisterschleifer sind kostenlos ausschließlich nächtlich arbeitende Augenoptiker. Angeblich sollen sie die Geister verblichener Augenoptikermeister sein. Deshalb werden sie meist als faltig und grauhaarig und kitteltragend beschrieben. Sie wurden noch nie gesehen, aber ihre Existenz wird trotz einem Mangel an Beweisen vom Volksmund angenommen. Der Geisteschleifer arbeitet ohne Lohn. Das verlangen von Bezahlung von Reparaturen, Einarbeitungen und Sehschärfebestimmungen war daher früher oft unüblich. Angeblich waren in der Branche auch zahlreiche Rituale zum anziehen von Geisterschleifern bekannt, die aber oft auch Brillenbeißer anlockten.

Realität

Die Verwendung von Geisterschleifern ist in Wirklichkeit stark gesunken. Diese sind mit der modernen Technik überfordert. Wenn ein Geisterschleifer dennoch auftritt kann er immense Schäden durch Gläser verdrehen (CleanCoat) und Fassungen verbrennen (PX, Gummi etc) oder gar verlöten (Titan, Biosteel, Genium) von Fassungen anrichten. Die Weltfirma Rodenstock bietet angeblich diverse Seminare zur Geisteraustreibung an.

Brillenmacher Wikicommons Quelle: Wikicommons: Stände Amman Der Brillenmacher